CCS-Routing per DTMF

Die Implementierung des CCS (Callsign Connection Service) Protokolls in der G4KLX-Software ist brandneu und es gibt aktuell noch keine spezifische Dokumentation. Dem Blog von DO5SL entnehme ich aber, dass aktuell nur die Eingabe des Zielrufzeichens per DTMF möglich ist, und nicht die Adressierung per URCALL-Eintrag (Quelle: DL5DI).

Laut DL5DI soll das auch so bleiben, weil die Kompatibilität mit anderen Systemen erhalten bleiben soll. Gibt man in URCALL ein Zielrufzeichen ein, so läuft das auf das alte G2-Routing hinaus (das ursprüngliche ICOM-Protokoll, dass aber kaum verwendet wird).

Das Routing per DTMF läuft problemlos, ist aber auch etwas gewöhnungsbedürftig, weil man zunächst einmal die zu einem Call gehörige DTMF-Adresse nachschauen muss.

DTMF-Liste registrierter Nutzer auf xreflector.net

Dort findet man z.B. für DF2DR: 7178

Jetzt schaltet man auf DB0ULM (in URCALL muss CQCQCQ stehen) und gibt über die DTMF-Tastatur 7178 ein. Dabei bitte die einzelnen Töne recht lange senden, die G4KLX-Software dekodiert nicht arg so schnell.

Der Repeater reagiert bei Erfolg mit „Verbunden mit DF2DR“ (macht natürlich keinen Sinn, wenn ich wie meist über DB0ULM qrv bin …). Jetzt einfach rufen … Ein Vorteil des CCS-Systems ist es übrigens, dass man alle Verbindungen auf dem Zielrepeater (also dort, wo DF2DR gerade „eingeloggt“ ist) hört und so nicht in laufende Verbindungen eindringt.

Nach Ende der Verbindung bitte mit DTMF-A wieder trennen!

Repeater können auch eine DTMF-Nummer haben. Hier gibt es aber eine Besonderheit. Die Repeater-Adresse ist ebenfalls vierstellig (bei DB0ULM zum Beispiel 2447), aber es muss eine fünfte Ziffer hinzugefügt werden, die das Modul angibt (A=1, B=2 usw.). DB0ULM hat nur ein Modul B, also ist die korrekte Adresse von DB0ULM: 24472.

Wenn ich also DB0ULM mit DM0GRI, Modul 3, verbinden möchte, gebe ich ein: 47213

Auch hier wieder über DTMF-A trennen!

Hat man noch keine DTMF-Nummer, kann man sich auf xreflector.net sehr einfach registrieren lassen.

Registrierseite auf xreflector.net

Das DTMF-Routing per DTMF ist vor allem im Mobilbetrieb sehr praktisch, hat aber auch einige Nachteile:

  • Die numerische Adresse des Ziels muss bekannt sein (diesen Nachteil hat CCS mit Echolink gemein, wobei man in Echolink im Prinzip nach einem bestimmten Schema Rufzeichen in – sehr lange – Ziffernfolgen umsetzen kann).
  • Bei den beliebten IC-31 Transceivern ist die DTMF-Eingabe wohl etwas umständlich.

Aus diesen Gründen halte ich die Möglichkeit, zusätzlich auch über die URCALL-Eingabe CCS-Verlinken zu können, für sehr wünschenswert.

73, Hermann, DF2DR

 

 

 

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