DB0ULM per DTMF steuern

Seit Installation der neuen Software-Release kann DB0ULM über DTMF-Töne gesteuert werden, ganz ähnlich wie bei Echolink-Zugängen. Dies erspart die doch recht umständliche Programmierung über den UR-Eintrag im Callsigns-Menü der Endgeräte (die aber natürlich immer noch funktioniert).

Hier das Wichtigste in Kürze:

Zwei sehr einfache Kommandos:

  • 0 oder 00: fragt den aktuellen Linkstatus des Relais (Info) ab
  • #: trennt die aktuelle Verbindung (unlink)

Beim Trennen bitte darauf achten, ob sich nicht vielleicht jemand auf DB0ULM im QSO befindet und den Link benötigt.

Bitte bei Wechsel zu einem anderen Reflektor immer zunächst mit # trennen!

Auch das Verlinken zu Reflektoren ist sehr einfach per DTMF. Zum Verständnis des Folgenden noch einmal ein kurzer Überblick über die Reflektorsysteme, die mehrere Relais, Hotspots, Nutzer usw. verbinden können. Es gibt zwischenzeitlich drei unterschiedliche Systeme:

  1. Die vor allem von Icom-Systemen genutzten Reflektoren der REF-Serie
  2. Die Xreflector-Systeme der XRF-Serie
  3. Die neuen DCS-Reflektoren, die es erst seit Februar 2012 gibt

Die Reflektoren unterscheiden sich durch eine dreistellige Nummer und einen Buchstaben, der genauso wie bei den Relais unterschiedliche Module adressiert. Von diesen Modulen gibt es bei REF und XRF jeweils 4 (A-D), bei DCS 26 (A-Z).

Mit Hilfe der DTMF-Tastatur lassen sich die Ziffern 0-9, die Buchstaben A-D und die Symbole * und # erzeugen. Das macht das Linken der REF- und XRF-Reflektoren sehr einfach:

  1. Der Befehl *xyz[A|B|C|D] verbindet mit REFxyz Modul A, B, C oder D. Führende Nullen können weggelassen werden. Ein Beispiel: Wir möchten uns mit dem Reflektor „REF006“, Modul D, verbinden. Der DTMF-Code hierfür lautet: „*6D“.
  2. Der Befehl xyz[A|B|C|D] verbindet mit XRFxyz Modul A,B,C oder D. Führende Nullen können weggelassen werden. Beispiel: der Link zu XRF023 C wird initiiert mit „23C“.

Bei DCS-Reflektoren muss das etwas modifiziert werden, da es ja 26 Module oder „Räume“ je Reflektor gibt. Die Module A-D können wie oben beschrieben werden. So erreicht man das deutschlandweite Modul C auf DCS001 über folgende DTMF-Sequenz: D1C.

Buchstaben jenseits des „D“ können mit DTMF nicht mehr dargestellt werden. Daher gibt es eine andere Syntax, bei der die Buchstaben durch eine immer zweistellige Ziffer ersetzt werden, die die Ordnungszahl im Alphabet angibt: das A wird zu 01, das Z zu 26 usw. Also ist statt D1C auch zulässig: D101. Das „Süddeutschland“-Modul R auf DCS001 wird per DTMF adressiert als: D118, weil das R der 18. Buchstabe im Alphabet ist.

Noch einige Anmerkungen zu DTMF-Tönen aus der Erfahrung eines ehemaligen Echolink-Sysops:

  • Die beiden Töne eines DTMF-Zeichens müssen hinreichend gleiche Amplitude besitzen. Dies ist bei nicht allen Funkgeräten der Fall und kann dazu führen, dass einzelne Zeichen nicht erkannt werden.
  • Manchmal ist auch der Hub bei DTMF-Aussendung viel zu hoch.
  • Speziell bei der G4KLX Software müssen die Töne jeweils etwa 0,5 s anliegen, deutlich länger als die Norm von wenigstens 40 ms.

Probleme der geschilderten Art können nicht am Relais abgestellt werden, so leid es mir tut …

Einen schönen Überblick über DTMF findet man auf Wikipedia.

Eine Übersicht interessanter Reflektoren werde ich in einem späteren Artikel geben.

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