Grundeinstellungen am Beispiel IC-E92D

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IC E-92D auf DB0ULM abgestimmt

Will man in D-STAR nicht nur lokal funken, sondern auch die interessanten Möglichkeiten der Vernetzung nutzen, so sind die Rufzeichen-Einstellungen absolut essentiell und zu Beginn etwas kryptisch. Zudem ändern sich die Konventionen dann und wann – schließlich handelt es sich um einen experimentellen Funkdienst, und gerade die Vernetzung ist ein ideales Tummelfeld für ambitionierte Amateure.
Daher möchte ich hier anhand meines Handfunkgeräts einmal kurz erklären, wie Endgeräte eingestellt sein müssen, um über unsere Relaisfunkstelle DB0ULM das D-STAR-Netz zu nutzen.
Zunächst einmal muss natürlich die richtige Frequenz eingestellt sein: 439,5875 MHz Rx, Tx 7,6 MHz tiefer (die Standard-Ablage). Die Betriebsart ist DV (digital voice).

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Menü-Liste des Handfunkgeräts - wähle "Call Sign" für die nächsten Einstellungen

Durch drücken auf die Taste Menu gelangt man zum Menü, Dort wählt man die Option Callsign, in der alle folgenden Einstellungen vorgenommen werden – wie man das genau macht, bitte im Handbuch nachschauen, das würde hier zu weit führen.

In der Standardeinstellung steht unter UR CQCQCQ, unter R1 das Rufzeichen der zu nutzenden Relaisfunkstelle. In unserem Fall: DB0ULM B. Das B an der 8. Stelle gibt an, dass Modul B, das 70cm-Modul, genutzt werden soll … gut, wir haben nur ein Modul, die Angabe ist aber trotzdem wichtig, und es ist essentiell, dass das B an der 8. Stelle steht. Unsere Relaisfunkstelle ist so eingestellt, dass sie auch anspricht, wenn dieser Eintrag nicht korrekt oder leer ist. Die korrekten Angaben in diesem Feld werden vom Endgerät übernommen. Es ist aber durchaus möglich, dass andere Relaisfunkstellen nur ansprechen, wenn hier das korrekte Rufzeichen und Modul steht (das ist bei der G4KLX-Software die Default-Einstellung). Klappt es also nicht mit dem Senden übers Relais, obwohl man es einwandfrei hört, hier den korrekten Eintrag manuell vornehmen.

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Korrekte Grundeinstellung von UR, R1 und R2

Unter R2 steht DB0ULM G. Das bedeutet, dass als nächstes zum Gateway-Modul geroutet wird – dafür steht das G, das ebenfalls immer an der 8. Stelle stehen muss. Nur wenn dieser Eintrag korrekt ist, wird das Signal auch zu anderen Relaisfunkstellen oder Reflektoren gelangen. Hat eine Relaisfunkstelle mehrere Funkmodule, könnte hier z.B. auch ein C stehen – dann würde vom 70cm zum 2m-Modul geroutet. Das ist bei uns aber irrelevant, nur G macht hier Sinn.

Unter MY steht das eigene Rufzeichen, also bei mir DF2DR. Hinter dem Schrägstrich stehen Zusatzinformationen, hier bei mir im Augenblick HOME. Diese Information wird immer mit übertragen und ist Grundlage der D-STAR-Fähigkeit, zu Rufzeichen zu routen. Nach dem ersten Druck auf die Sprechtaste weiß das Netzwerk, dass sich DF2DR bei „DB0ULM B“ aufhält. Eine Gegenstation, die mit mir sprechen möchte, muss also nur unter UR DF2DR eingeben und das Signal wird automatisch zu DB0ULM, Modul B, geleitet, ohne dass rufende Station weiß, wo ich mich aufhalte. Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber z.B. Echolink oder IRLP.

Fortsetzung folgt …

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